{"id":205,"date":"2024-08-16T09:39:29","date_gmt":"2024-08-16T09:39:29","guid":{"rendered":"https:\/\/test.jeker.eu\/?page_id=205"},"modified":"2024-08-16T12:42:29","modified_gmt":"2024-08-16T12:42:29","slug":"der-boese-bach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/der-boese-bach\/","title":{"rendered":"der b\u00f6se Bach"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Wie der b\u00f6se Bach in eine gute Form gebracht wird<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Interview: Andreas Staegerzeitpunkt, Berner Zeitung vom 24.7.2010<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_3,1_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Designer suchen nach der guten Form f\u00fcr St\u00fchle oder Kaffeekannen. Mit etwas gr\u00f6sser dimensionierten Gestaltungsfragen befasst sich der Berner Landschaftsarchitekt Daniel Moeri. F\u00fcr die Hochwasserschutzbauten in Brienz hat er eine Formsprache entwickelt, die auf Mensch und Natur R\u00fccksicht nimmt.<\/strong><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Herr Moeri, schl\u00e4gt die Natur zur\u00fcck?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Daniel Moeri: Man h\u00f6rt diesen Gedanken h\u00e4ufig. Ich kann damit nichts anfangen. Die Natur ist nicht gegen uns \u2013 wir sind ein Teil der Natur und m\u00fcssen uns mit ihren Gesetzen arrangieren. Die Vorstellung, dass es hier um zwei Pole geht, die miteinander im Konflikt stehen, ist absurd. Der Natur ist es gleichg\u00fcltig, was der Mensch tut, und es ist ihr auch egal, was sie selbst anrichtet.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Zwei Tote, 40 Millionen Franken Sachschaden \u2013 die \u00dcberschwemmung des Glyssibachs im Sommer 2005 war alles andere als ein freundlicher Akt der Natur.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Der Bach ist weder gut noch b\u00f6se. Was am 22. August 2005 passierte, ist reine Physik. Im Einzugsgebiet des Bachs hat es qualitativ schlechtes Kalkgestein. Das Material verwittert rasch und bleibt an den H\u00e4ngen liegen. Diese Schutth\u00e4nge sind in permanenter Bewegung \u2013 sie fliessen ganz langsam. Bei intensiven Niederschl\u00e4gen werden die Ver\u00e4nderungsprozesse beschleunigt. Man kann sagen, dieser Berg habe nur eine einzige Absicht: abgetragen und in den See bef\u00f6rdert zu werden.<\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Wie soll der Mensch damit umgehen?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Das m\u00fcssen wir akzeptieren. Nach rationalem Verst\u00e4ndnis m\u00fcsste man die Siedlungen am Brienzersee eigentlich evakuieren.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Die Erde ist allerdings ganz generell ein eher gef\u00e4hrlicher Ort. Basel wurde vor 600 Jahren durch ein Erdbeben zerst\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Gewiss, auch von dort m\u00fcsste man wegziehen, wie noch von vielen anderen Orten. Doch was geschieht? Nach dem Hochwasser 2005 wollten die Brienzer, deren H\u00e4user besch\u00e4digt wurden, so rasch wie m\u00f6glich zur\u00fcckkehren. Niemand wollte wegziehen.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Warum ist das so?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<div class=\"column-third first\">\n<p>Diese Gegend bietet sehr viel Lebensqualit\u00e4t. Es gibt so etwas wie emotionale Betroffenheit durch Landschaft. Der Mensch stammt urspr\u00fcnglich aus der Savanne. Warum hat er es bei seinen Wanderungen auf sich genommen, in die Berge zu ziehen? Ich glaube, dass er hier eine starke Faszination erlebt. Wir brauchen f\u00fcr unser Wohlergehen Naturerlebnisse, das ist wohl genetisch bedingt.<\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Gibt es auch \u00abvern\u00fcnftige\u00bb Argumente daf\u00fcr, in den Bergen zu bleiben?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<div class=\"column-third first\">\n<p><span>Nat\u00fcrlich. Bei der Planung der Schutzbauten f\u00fcr die Region Brienz wurde eine Nutzwertanalyse vorgenommen. Schutz kann ja nicht um jeden Preis gew\u00e4hrleistet werden. Die Kosten m\u00fcssen sich vielmehr in einem definierten Verh\u00e4ltnis zu Werten bewegen, die es zu sch\u00fctzen gilt. Schutzmassnahmen haben ihren Preis, sind aber immer noch viel g\u00fcnstiger als eine Verlegung ganzer Siedlungsgebiete. Diese liesse sich praktisch nicht finanzieren und rechtlich wohl kaum umsetzen.<\/span><\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Die Hochwasserschutzprojekte an Trachtbach und Glyssibach kosten zusammen rund 49 Millionen Franken. Ist das der Tarif, den die heutige Bev\u00f6lkerung f\u00fcr einstige Unterlassungen zu zahlen hat?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<div class=\"column-third first\">\n<p><span>In Sachen Wasserbau haben schon fr\u00fchere Generationen in der Region Brienz grosse Leistungen vollbracht. Sie haben ohne Maschinen Steine gehauen und aus diesen die Gerinne gebaut \u2013 die alten Bachschalen zeugen von geradezu kunsthandwerklichem Sachverstand.<\/span><\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_testimonial][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Aber offensichtlich erf\u00fcllten sie ihren Zweck nicht.<\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich hatten die Schalen von Trachtbach und Glyssibach die Aufgabe, Wasser mit Geschiebe zu kanalisieren und m\u00f6glichst direkt in den See zu bef\u00f6rdern. Diesen Zweck haben sie hervorragend erf\u00fcllt. Ein Murgang hingegen funktioniert anders: Hier fliesst nicht nur Wasser, sondern auch Gesteinsschutt mit. Dabei kommt es in aller Regel zu einem R\u00fcckstau im See und in der Folge auch in den Steingerinnen. Die Bachschalen wurden seinerzeit nicht gebaut, um einen Murgang abzuleiten. Diese Aufgabe hat sich nach dem Hochwasser 2005 neu gestellt.<\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Die Antwort darauf besteht in der Verst\u00e4rkung und dem Ausbau der Schutzbauten. Was ist Ihr Beitrag dazu?<\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Die Anlagen, die jetzt entstehen, sind keine rein technischen Bauwerke. Am Glyssibach w\u00e4chst mitten im Siedlungsgebiet eine wuchtige, 21 Meter breite Verbauung. Diese Korridorbreite ist von den Wasserbauingenieuren vorgegeben. Ein solches Bauwerk kann die Landschaft total dominieren. Mauern sind ja oft negativ besetzt. Denken Sie etwa an Abwehrw\u00e4lle wie die Chinesische Mauer oder die Berliner Mauer. So eine Wand ist ein rigoroser Eingriff in die Landschaft. Hochwasserschutzbauten brauchen jedoch nicht h\u00e4sslich zu sein. Sie stellen n\u00e4mlich auch einen Lebensraum dar \u2013 f\u00fcr Tiere und Pflanzen, und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den Menschen. Diesem Aspekt ist meine Arbeit gewidmet.<\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Wie sind Sie an ihre Aufgabe herangegangen?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Landschaft nehme ich als ganzheitliche geografische Konstellation wahr. Sie umfasst sowohl den Bodentyp als auch die Topografie, das Klima ebenso wie die Tier- und Pflanzenwelt. Diese Gegebenheiten stellen die Grundlage zur Entwicklung einer architektonischen Idee dar, des Geists eines Bauwerks. Beim Hochwasserschutz in den Bergen besteht dieser Geist nicht nur in der Idee der Schutzmauer. Ihre Hauptaufgabe besteht zwar darin, zu verhindern, dass ein Murgang ins Siedlungsgebiet eindringt. Dar\u00fcber hinaus muss sie aber auch einem ganzheitlichen Anspruch als architektonisches Bauwerk und Lebensraum gen\u00fcgen.<\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Was heisst das konkret?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Ich m\u00f6chte dies anhand des Glyssibachs erl\u00e4utern. Sein Bachbett wird neu als sogenanntes Raubbettgerinne ausgestaltet. Es muss hohen Anforderungen gerecht werden und dem Druck von reissendem Wasser und Geschiebe standhalten. Entsprechend werden gen\u00fcgend grosse und schwere Steinbl\u00f6cke verlegt. Durch eine geschickte Anordnung der Steinbl\u00f6cke kann dennoch ein leicht m\u00e4andrierendes Niederwassergerinne mit unterschiedlichen Fliessgeschwindigkeiten, Tiefen und sogar ruhigen Wasserzonen geschaffen werden. Die Oberfl\u00e4chen der Mauern werden ferner Ritzenstrukturen und Hohlr\u00e4ume aufweisen \u2013 und dadurch Kleinlebewesen Lebensraum bieten.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Sie haben erw\u00e4hnt, dass Sie dem Schutzbauwerk auch \u00e4sthetische Qualit\u00e4ten verleihen wollen. Mit welchen gestalterischen Mitteln wollen Sie eine Mauer versch\u00f6nern?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Entlang der Schutzmauern werden Baumnischen f\u00fcr Schatten und Abwechslung sorgen. Ein Teil der Mauer wird eine Struktur erhalten, die sich an den Falten der umliegenden Bergketten orientiert. Statt einer langweiligen, n\u00fcchternen Wand ergibt sich auf diese Weise eine bewegte Anordnung. Die Fussg\u00e4ngerbr\u00fccke nach Schwanden wird k\u00fcnftig deutlich h\u00f6her zu liegen kommen \u2013 also nutzen wir sie als Aussichtspunkt, der mit Sitzb\u00e4nken ausgestattet wird.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Sie legen Wert darauf, dass das neue Gerinne des Glyssibachs \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich ist. Warum? Der Bach gilt doch als ziemlich gef\u00e4hrlich.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Die Schutzbauten sind auf ein Ereignis angelegt, das sehr selten eintritt. Der Glyssibach f\u00fchrt an einzelnen Tagen im Jahr problematische Wassermengen. In der \u00fcbrigen Zeit ist er harmlos. Es w\u00e4re unsinnig, den Zugang durchwegs zu unterbinden. Der Glyssibach und sein Gew\u00e4sserraum sollen nicht als trennendes Element in der Siedlung verstanden werden, sondern als integrierter Naturraum.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Ausf\u00fchrung setzt Kommunikation voraus<\/strong><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Wie kann der Zugang sichergestellt werden, ohne dass die Schutzfunktion beeintr\u00e4chtigt wird?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Der Zugang erfolgt \u00fcber mehrere Treppen entlang der Schutzmauer. Auf der Aussenseite sind die Stufen in die Mauer integriert, auf der Innenseite werden die Abstiege als einfache und leichte Holzkonstruktionen eingerichtet, die bei einem Hochwasser allenfalls mitgerissen werden k\u00f6nnen. Innerhalb der Schutzmauern wird ferner ein Kiesweg angelegt. Er wird f\u00fcr den Unterhalt wie auch als attraktive Fusswegverbindung vom See zum Tierpark und ins Nachbardorf Schwanden dienen.<\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Werden die Leute diese Zug\u00e4nge dereinst tats\u00e4chlich nutzen \u2013 oder eher einen Bogen um den Wildbach machen?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Ich bin zuversichtlich, dass man dieses Angebot als attraktiv wahrnehmen und entsprechend nutzen wird. Das Hochwasser 2005 hat uns gelehrt, dass die Natur Platz braucht, und das bringt auch dem Menschen etwas \u2013 zum Beispiel eben einen neuen Spazier- und Wanderweg dem Bach entlang. In Brienz gibt es seit kurzem ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr, wie sehr die Menschen bereit sind, sich auf das Spiel der Elemente einzulassen. Beim Sturm Vivian war der Brienzer Quai stark besch\u00e4digt worden. Im Zuge der Sanierungsarbeiten ist jetzt direkt am Quai ein Wasserspielplatz eingerichtet worden. Er begeistert nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Bei Ihrer Arbeit beziehen Sie auch historische Aspekte mit ein. Sie haben beispielsweise Dokumentationen zu den Verbauungen Glyssibach und Trachtbach vom 19. und 20. Jahrhundert erstellt. Was hat die Geschichte dieser Bauwerke mit den heutigen Herausforderungen zu tun?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Letztlich geht es um Werte: Eine Bachverbauung stellt ebenso ein Kulturgut dar wie ein wertvolles Geb\u00e4ude. Werte k\u00f6nnen nur auf einem historischen Fundament Bestand haben und sich weiter entwickeln.<\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Lassen Sie f\u00fcr Ihre Arbeiten den Begriff Design gelten?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Design bezieht sich in unserem Sprachgebrauch in der Regel auf Gebrauchsgegenst\u00e4nde. Man kann einen Kartoffelsch\u00e4ler \u00abdesignen\u00bb. Bei Hochwasserschutzbauten w\u00fcrde ich eher von Gestaltung sprechen.<\/span><\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Wozu eigentlich Gestaltung? In der Honorarordnung f\u00fcr Ingenieure ist ein solcher Posten gar nicht vorgesehen.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Man kann es ganz simpel auf den Punkt bringen: Ein sch\u00f6nes Bauwerk macht Freude. Bauingenieure stellen ja nicht nur Berechnungen an. Sie sind letztlich Kulturschaffende. Jeder Mensch, jeder Kulturkreis hat einen gestalterischen Willen. In Europa hat sich dieser in fr\u00fcheren Zeiten zum Beispiel im Kirchenbau gezeigt. Kirchen werden heute kaum mehr gebaut, im Gegenteil, manchenorts stehen sie bereits zum Verkauf. Hochwasserschutzbauten stellen demgegen\u00fcber eine M\u00f6glichkeit dar, in unserem Land auch im 21. Jahrhundert Gestaltungswille zu zeigen.<\/span><\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><span>Schutzbauten als Kathedralen des 21.Jahrhunderts \u2013 ist das nicht etwas \u00fcbertrieben?<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_testimonial admin_label=&#8220;Testimonials&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;rgba(124,218,36,0.15)&#8220; animation_style=&#8220;fade&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><span>Wir k\u00f6nnen doch nicht 50 Millionen in Schutzbauten investieren, die jedermann h\u00e4sslich findet. Gerade in der Region Brienz besteht eine hohe handwerkliche Fertigkeit. Die traditionelle Holzschnitzerei und das Geigenbauhandwerk sind Ausdruck davon. Alte Brienzer H\u00e4user sind nicht einfach Holzkisten, sondern schmucke Bauwerke. Vor diesem Hintergrund ist auch eine Verpflichtung f\u00fcr die Ausgestaltung der Hochwasserschutzbauten entstanden. Die Landschaft soll ihren hohen \u00e4sthetischen Wert behalten, zum Nutzen der einheimischen Bev\u00f6lkerung wie auch zur Freude der G\u00e4ste, welche die Region in ihren Ferien besuchen.<\/span><\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n<p>[\/et_pb_testimonial][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der b\u00f6se Bach in eine gute Form gebracht wirdInterview: Andreas Staegerzeitpunkt, Berner Zeitung vom 24.7.2010Designer suchen nach der guten Form f\u00fcr St\u00fchle oder Kaffeekannen. Mit etwas gr\u00f6sser dimensionierten Gestaltungsfragen befasst sich der Berner Landschaftsarchitekt Daniel Moeri. F\u00fcr die Hochwasserschutzbauten in Brienz hat er eine Formsprache entwickelt, die auf Mensch und Natur R\u00fccksicht nimmt.Herr Moeri, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-205","page","type-page","status-publish","hentry"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/205","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=205"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/205\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":217,"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/205\/revisions\/217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=205"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}