{"id":218,"date":"2024-08-16T12:47:00","date_gmt":"2024-08-16T12:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/test.jeker.eu\/?page_id=218"},"modified":"2024-08-16T12:47:03","modified_gmt":"2024-08-16T12:47:03","slug":"die-kultur-der-letzten-ruhe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/die-kultur-der-letzten-ruhe\/","title":{"rendered":"Die Kultur der letzten Ruhe"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2>Die Kultur der letzten Ruhe<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_3,1_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><strong>Rund ein Drittel aller Bestattungen finden heutzutage nicht auf \u00abklassischen\u00bb Gr\u00e4bern, sondern im Gemeinschaftsgrab statt. Was fr\u00fcher als \u00abGrab der Einsamen\u00bb bezeichnet wurde, ist in den letzten Jahren eine immer beliebtere Bestattungsform geworden. Diese gesellschaftliche Entwicklung und die Tatsache, dass auch die Nachfrage nach Urnennischengr\u00e4bern anstieg, waren Anlass zur Neugestaltung dieses Bereichs des Burgdorfer Friedhofs.<\/strong><br \/>\u00abDer Friedhof ist Ort der Besinnung und Spiegel unserer Kultur\u00bb, sagt Landschaftsarchitekt Daniel Moeri, dessen B\u00fcro f\u00fcr die Neugestaltung verantwortlich zeichnet. Die klassischen, rechteckigen, in Reihen exakt angeordneten Gr\u00e4ber sind immer weniger gefragt. Immer mehr Menschen bevorzugen als letzte Ruhest\u00e4tte ein anonymes Gemeinschaftsgrab oder w\u00fcnschen, dass ihre Asche an einem bestimmten Ort verstreut wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, welche die Stadt Z\u00fcrich bereits 2007 in Auftrag gegeben hatte. Das bedeutet aber nicht etwa, dass der Friedhof ein Auslaufmodell w\u00e4re. Als Ort der Besinnung, der Trauer und Erinnerung an einen geliebten Menschen entspricht der Friedhof nach wie vor einem grossen Bed\u00fcrfnis.<br \/><strong>Erweiterung des Gemeinschaftsgrabes<\/strong><br \/>Das weiterhin bestehende, urspr\u00fcngliche Gemeinschaftsgrab wurde 1958 als \u00abGrab der Einsamen\u00bb im Anschluss an den Neubau des Krematoriums erstellt. Der verh\u00e4ltnism\u00e4ssig klein gestaltete Bereich bietet wenig Platz und stiess bei gr\u00f6sseren Beerdigungen an seine Grenzen. Die nun realisierte Erweiterung tr\u00e4gt dem Wandel in der Bestattungskultur Rechnung. Sie schafft neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr weitere Bestattungsformen, zum Beispiel die Urnenbeisetzung im Bereich des Gemeinschaftsgrabes, ohne Grabstein aber auf Wunsch mit der Gravur des Namens an der Urnennischenwand.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_testimonial _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; author=&#8220;Daniel Moeri&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Das war und ist einer der sch\u00f6nsten Friedh\u00f6fe, die ich kenne. Und ich kenne viele<\/p>\n<p>[\/et_pb_testimonial][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<div class=\"column-third second\">\n<p><strong>Eine \u00abLandschaft\u00bb mit drei Terrassen<\/strong><br \/>Die markanteste und augenscheinlichste Ver\u00e4nderung ist aber nicht die Neugestaltung von Grabst\u00e4tten oder Geb\u00e4uden, sondern die Gestaltung der Topografie. \u00abDas Terrain westlich der Abdankungshalle wurde vom damaligen Architekten Bechstein sorgf\u00e4ltig moduliert und in hervorragender Qualit\u00e4t gestaltet\u00bb, sagt Daniel Moeri. Diese Modulation mit drei Gel\u00e4nde-Terrassen wurde \u00fcber die Jahrzehnte durch die B\u00f6schungen fast verdeckt, zumindest nicht mehr betont. Das Gestaltungskonzept von Daniel Moeri l\u00e4sst die Terrassierung wieder aufleben und macht sie zum pr\u00e4genden Element der Anlage. Durch die Verl\u00e4ngerung des rechten Hauptweges, hinauf zu den Terras- sen, wird der neue Bereich in das bestehende Wegnetz des Friedhofs eingebunden. Auf der ersten, untersten Terrasse entstanden das neue Gemeinschaftsgrab mit Bl\u00fctenstaudenrabatten, in denen auch Urnen im Erdreich bestattet werden k\u00f6nnen. Auf der zweiten Terrasse, die durch einen ebenen Weg direkt mit der Abdankungshalle verbunden ist, befinden sich eine schlichte Urnennischenwand sowie skulptur\u00e4hnliche Stelen f\u00fcr individuelle Urnennischen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Eine besondere Qualit\u00e4t verleiht dieser Terrasse eine integrierte Pergola. Hier entstand ein weitl\u00e4ufiger \u00abAufenthaltsbereich\u00bb mit phantastischer Aussicht \u00fcber den ganzen Friedhof hinweg. Ein Panorama der Besinnung und der Ruhe, aber auch ein Ort, an dem sich Abschied und Begegnung verbinden.<br \/>Man f\u00fchlt sich wohl hier, wie in einem sch\u00f6n angeleg- ten Park. Wie selbstverst\u00e4ndlich harmoniert dieser neue Bereich mit dem sanierten Geb\u00e4ude, in dem sich die Abdankungshalle und das Krematorium befinden. Die von den Architekten Giraudi und Partner eingesetzten Materialien und die Bepflanzung der Umgebung wurde mit dem Konzept der Landschaftsarchitekten abgestimmt.<br \/>Die dritte, oberste Terrasse ist wie ein unverbauter Logenplatz, mit eindr\u00fccklicher Fernsicht \u00fcber die B\u00e4ume auf die Jurakette. Denkbar w\u00e4re, dass hier dereinst Urnenhaingr\u00e4ber bereitgestellt werden.<br \/><strong>Der Mut zum Freiraum<\/strong><br \/>\u00abDass sich eine Stadt f\u00fcr ein Gestaltungskonzept entscheidet, das sich vor allem durch Freifl\u00e4chen und of- fenen Raum auszeichnet, ist alles andere als selbstverst\u00e4ndlich\u00bb, betont Daniel Moeri. Burgdorf beweise damit eine zeitgem\u00e4sse Haltung, die nicht nur dem Wandel der Bestattungskultur gerecht wird, son- dern den Friedhof zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualit\u00e4t aufwertet. Gerade in Zeiten von \u00abVerdichtung\u00bb und Beschleunigung sind solche Oasen der Ruhe und der Weitsicht umso wichtiger und ein perfekter Rah- men f\u00fcr rituelle Anl\u00e4sse, f\u00fcr innere Einkehr, f\u00fcr kleine Begegnungen und f\u00fcr grosse Gef\u00fchle.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0<em>Burgdorfer<\/em>\u00a0StadtMAGAZIN\u00a0<a title=\"Stadtmagazin\" href=\"http:\/\/www.burgdorf.ch\/stadtmagazin.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00b7 Das Stadtmagazin 2014 Nr. 3 Herbst<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kultur der letzten RuheRund ein Drittel aller Bestattungen finden heutzutage nicht auf \u00abklassischen\u00bb Gr\u00e4bern, sondern im Gemeinschaftsgrab statt. Was fr\u00fcher als \u00abGrab der Einsamen\u00bb bezeichnet wurde, ist in den letzten Jahren eine immer beliebtere Bestattungsform geworden. 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