{"id":223,"date":"2024-08-16T12:51:16","date_gmt":"2024-08-16T12:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/test.jeker.eu\/?page_id=223"},"modified":"2024-08-16T12:51:19","modified_gmt":"2024-08-16T12:51:19","slug":"urbaner-geist","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/test.jeker.eu\/index.php\/urbaner-geist\/","title":{"rendered":"Die Wiedergeburt zu Bethlehem"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h2>Die Wiedergeburt zu Bethlehem<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Architekturkritik: In\u00a0<a title=\"Tram Bern West\" href=\"http:\/\/www.moeripartner.ch\/?p=125\">Berns Westen<\/a>\u00a0wurde einem ganzen Stadtteil neuer, urbaner Geist eingehaucht.<br \/><a title=\"derBund\" href=\"http:\/\/www.derbund.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">derBund<\/a>\u00a0\u2013 publiziert am 30.11.2014 \u2013 Christoph Schlaeppi<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_3,1_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Nachdem sich der Pulverdampf der Tramabstimmung vom 28. September verzogen hat, wollen wir wieder einmal in Ruhe den Hintergr\u00fcnden st\u00e4dtebaulicher Qualit\u00e4t nachgehen. Steht es so rabenschwarz, wie es der schweizerische \u00abArchitektur-Federer\u00bb Jacques Herzog k\u00fcrzlich in einem Interview sagte \u2013 \u00abseit Beginn der klassischen Moderne ist in keiner Stadt der Welt (\u2026) kein vern\u00fcnftiges Quartier mehr neu gebaut worden\u00bb? Der Blick \u00fcber die Siedlungsentwicklung der letzten 50 Jahre bringt tats\u00e4chlich vor allem Schrott zutage.<\/p>\n<p>Wie konnte es so weit kommen, wo wir doch heute so viel besser Bescheid wissen als in jenen Zeiten, wo die Architekten (frei nach\u00a0<a title=\"Adolf Loos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adolf_Loos\">Adolf Loos<\/a>) bloss Maurer waren, die in der Schule Latein gelernt hatten? Misstrauisch geworden ob der Beliebigkeit der Argumente, die uns von der Tramdiskussion her im Ohr nachhallen, wollen wir es mit einem Augenschein versuchen und ziehen Stadtwanderers Socken \u00fcber.<\/p>\n<p>Beginnen wir an der Neubr\u00fcckstrasse. Sie wurde als Haupterschliessung f\u00fcr die Landesausstellung 1914 auf dem Neufeld, Mittelfeld und Viererfeld gebaut. (Hier stand schon damals eine Stadt aus Holzlatten und Pappe, sogar mit eigener Tramlinie.) Die einst stolze Hauptader schlummert derzeit im verkehrsberuhigten Dornr\u00f6schenschlaf.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<div class=\"column-third second\">\n<p>Ein paar Meter nebenan ist an der ebenfalls verkehrsberuhigten Mittelstrasse ziemlich spontan ein von Hundertschaften bev\u00f6lkerter Hotspot entstanden, derweil sich in den Quartierstrassen ringsum der Verkehr staut. Man f\u00fchlt sich in die Zeit vor 1900 zur\u00fcckversetzt, als die Altstadt st\u00e4ndig verstopft war \u2013 mit Handwagen und Pferdefuhrwerken! Denen, die dergleichen als Problem betrachten, sei gesagt: Es ist ein Privileg.<\/p>\n<p>Ein st\u00e4dtischer Strassenraum erf\u00fcllt eine erstaunliche Vielfalt an Aufgaben. Funktionalisten haben seit den 1930er-Jahren versucht, Verkehrsprobleme und Konflikte mit Funktionstrennungen anzupacken, also Fl\u00e4chen f\u00fcr Fussg\u00e4nger, Velos, Autos etc. zu trennen. Das, was das Wesen einer Strasse ausmacht, hat dabei fast immer gelitten. Strassen sind eben nicht nur Verkehrsfl\u00e4chen, sondern vor allem auch Sozialr\u00e4ume. Strassen sind dann am lebendigsten, sichersten und wohnlichsten, wenn auf ihnen Koexistenz gelebt und niemand von ihrem Gebrauch ausgeschlossen wird.<\/p>\n<p>Was ist denn da passiert?<\/p>\n<p>Erinnert sich jemand an Bethlehem vor 20 Jahren? Der heilige Name stand f\u00fcr ein Quartier, das durch die Eisenbahn, den Wald, die Autobahn von der Stadt abgeschnitten und dabei verwahrlost war. Hier f\u00fchrte zwar keine anst\u00e4ndige Strasse hin, aber eine t\u00e4gliche Blechlawine gab es trotzdem.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Heute nehmen wir den Ort als ein freundliches, grossz\u00fcgiges Quartier zentrum wahr, ausgezeichnet durch die 1960 von Werner K\u00fcenzi erbaute, sch\u00f6ne Kirche. Was ist passiert? Der Bau des Trams nach Br\u00fcnnen wurde zum Anlass genommen, einen neuen Strassenraum zu gestalten, auf dem das Miteinander gelebt werden kann. Er wurde als Chance genutzt, den \u00f6ffentlichen Raum mit organisatorischen und gestalterischen Mitteln f\u00fcr seine anspruchsvolle Aufgabe herzurichten und r\u00e4umlich an den Rest der Stadt anzubinden. Nach einem Architekturwettbewerb, einer verlorenen Abstimmung und viel Nachbesserungsarbeit ist es vollbracht: Das Projekt hat einem ganzen Stadtteil neuen, urbanen Geist eingehaucht.<\/p>\n<p>Sollte es eines Tages so weit kommen, dass auch die Ostermundiger und vielleicht sogar die K\u00f6nizer ein zweites Mal \u00fcber ihr Tram abstimmen d\u00fcrfen, so sind sie gut beraten, vor dem Einwerfen des Stimmzettels den Weg nach Bethlehem unter die F\u00fcsse zu nehmen.<\/p>\n<p>Der Autor ist Architekturhistoriker (<a title=\"Christoph Schlaeppi\" href=\"http:\/\/www.christophschlaeppi.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.christophschlaeppi.ch<\/a>) und Mitglied des \u00abBaustelle\u00bb-Kolumnistenteams. (DerBund.ch\/Newsnet)<\/p>\n<p><a title=\"Tram Bern West\" href=\"http:\/\/www.moeripartner.ch\/?p=125\">Tram Bern West \u2013 Moeri &amp; Partner AG<\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wiedergeburt zu BethlehemArchitekturkritik: In\u00a0Berns Westen\u00a0wurde einem ganzen Stadtteil neuer, urbaner Geist eingehaucht.derBund\u00a0\u2013 publiziert am 30.11.2014 \u2013 Christoph SchlaeppiNachdem sich der Pulverdampf der Tramabstimmung vom 28. September verzogen hat, wollen wir wieder einmal in Ruhe den Hintergr\u00fcnden st\u00e4dtebaulicher Qualit\u00e4t nachgehen. 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